El compadrito

El compadrito,

Wir befinden uns am Ende des 19 Jahrhundert,

Die Zeit ist in Argentinien geprägt von sozioökonomischen Umbrüchen. Die Gauchos werden aufgrund der wachsenden verarmten Vorstädte nicht mehr gebraucht (als Viehzuchttreiber).

Die Industrialisierung erschließt die Weiten der Pampa und schließt sie neuen Produktionsformen zu und in den Vorstädten bilden sich viele Viertel mit Barracas/ Wellblechhäuser,und es wird auf engstem Raum zusammengelebt. Die Kriminalität wächst. 

Die bürgerlich liberale Politik hatte nach dem Motto : Erobern ist besiedeln“ Massen von europäischen Einwanderern erworben, jedoch nicht die erhofften wohlhabenden des Nordens,als vielmehr die armen Analphabeten des Südens (Italiens.Spaniens).

Sie siedelten im Großraum Buenos Aires an, da die neureichen Großgrundbesitzer ihr Land zu schlechten Konditionen verpachteten. In den Vorständen finden wir eine prekäre Haltung: einerseits die der criollos = Verlorenes Land, und andererseits der gringos= anfängliche Hoffnung auf eine bessere Welt, jedoch abrupt in Elend und Enge umgewandelt.

Gegen 1845 wächst das Verständnis für Bewegung,Schrift und Ton → Die Anfänge des Tango in einer Welt voller Verzweiflung, Armut und Kriminalität, geprägt von der Sehnsucht der Einwanderer Argentiniens.

Zitat Martiez Estrada : „ Es un baile sin alma, para autómatas, para personas que han renunciado a las complicaciones de la vida mental y se acogen al nirvana.“

Wurde so übersetzt : Als Rekompensation für die verlorene Bewegungsfreiheit stilisiert der Tango, in seiner Schrittfolge den imaginären Weg ins Nichts,Andere bedeutende Tänzer beschreiben den Tango als ein „.Nichts anderes als ein Gehen bezeichen, welches verglichen wird mit einem resignierten Trott eines ins Joch gespannten Ochsen.Und nun kommt der Compadrito ins Spiel, dieser „resignierende Ochse“ stellt der Compadrito dar.

Der Compadrito: Seine Interessen : Musik, Aussehen, im Mittelpunkt stehen , Frauen überall, Tanz/ Tango.

Er gilt als „Kind„ des Compadre, und gleichfalls als Mutation des Gauchos.

Er soll den Männlichkeitskult wahren, trägt ein Messer stets bei sich und ahmt seine Vorgänger nach. Diese Figur sprengt die ethnischen Grenzen (Er ist der Italienisch-stammige , ebenso der Farbige, und hat vielerlei Gesichter.Trotz der vielen Gesichter multikultureller Männer, sind sie alle in ihrem Habitus klar definiert. 

Er imitiert den Compadre, jedoch in einer „schäbigeren Form“ einer gemeinen, niederträchtigen Sprache und seinem niederträchtigen Ausdruck und seiner gemeinen böswilligen Art. Er wird als Lügner und Dummschwätzer dargestellt, der von echten Kriegen keine Ahnung hat, da dies zurückzuführen auf seine saubere Kleidung ist. Und nur noch eine abgewrackte Form des Gauchos ist (Forma desmontada del gaucho)

Er wird in allen Formen in seinem kompletten Sein kritisiert. Er läuft als wenn er tanzt, wird auch als der Schönling bezeichnet der alle Aufmerksamkeit auf sich lenken will,er hat meist mehrere Frauen gleichzeitig,wird als Zuhälter bezeichnet der sein Geld nicht (verglichen mit seinen Vorgängern) ehrlich verdient, und nicht den Mut eines Compadre oder Gauchos hat. Er versucht ihn vergeblich zu imitieren.

Fazit :

Der Compadrito zieht seine Vorgänger alle samt in den Dreck.

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